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Entstehung eines Feuers

Ein Feuer entwickelt sich, je nach Art und Intensität der Zündung und der Brennbarkeit des Materials, mehr oder minder schnell.

Von seiner Entstehung an ist die Ausbreitung des Feuers von der Temperatur bestimmt. Abhängig von

 

  • der Quantität und der Entzündbarkeit der brennbaren Stoffen in der direkten Umgebung (Brandlast),

 

 

  • der Luft- (bzw. Sauerstoff-) zufuhr

 

 

  • den Evakuationsmöglichkeiten der Brandgase, entwickelt sich die Temperatur in der Zeit.

 

 

 

Bis zum "Feuersprung" haben die Einsatzkräfte noch die Möglichkeit die Ausbreitung des Brandes mit Erfolg einzugrenzen. Falls die Löscharbeit erst nach dieser Zeit beginnen kann, wird die Zerstörung des Raumes, des Gebäudeteils oder sogar des ganzen Gebäudes fast unausweichlich.

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Bildquelle: VB Vorbeugender Brandschutz 01/98 und 03/98

Je nach Art der brennbaren Stoffe kann der Zeitraum vor dem "Feuersprung" kürzer oder länger sein. Der "Feuersprung" selbst jedoch liegt immer bei +/- 200 °C. In der 3ten Phase des Feuerverlaufes, erreichen wir den kritischen Temperaturbereich von 750 bis 800 °C, welcher häufig den Totalbrand eines Gebäudes mitzieht. Ohne Abkühlungsarbeit, kann diese Temperatur noch überschritten und 1000 bis 1200 °C erreicht werden. Anschließend, bedingt durch die Abwesenheit weiterer brennbaren Materialien, nimmt die Temperatur langsam ab und erreicht Normaltemperatur.

Der Zeitraum, welcher die 2 ersten Phasen betrifft, ist von der Brennbarkeit des Materials abhängig:

 

  • ein Wolltuch, welches mit Leinöl getränkt ist, erhitzt sich nur langsam um nach einiger Zeit Feuer zu fangen,

 

 

  • ein brennbarer, flüssiger Stoff oder ein Gas, welches sich entzündet, provoziert einen viel stärkeren Temperaturanstieg.

 

 

Bis in den Temperaturbereich von +/- 200 °C kann jede Person, welche des Umganges mit Kleinlöschgeräten (z.B. Feuerlöschern) kundig ist, einen Entstehungsbrand löschen. Sobald dieser Zeitpunkt überschritten ist, steigt die Temperatur sehr schnell und stark an, und ein Löschen mit Kleinlöschgeräten ist viel schwieriger, wenn nicht unmöglich. Ab diesem Moment kann nur noch die Feuerwehr effizient eingreifen. Sie wird ihr Möglichstes tun um zu verhindern, daß der Brand die kritische Temperatur von 750 bis 800 °C nicht erreicht.

Schlußfolgernd kann man zurückbehalten, daß das Ablöschen eines Entstehungsbrandes von der Schnelligkeit des Eingreifens abhängig ist. Um dieses zu untermauern sagte einst ein Offizier der Feuerwehr Paris:

"Man löscht ein Feuer:

 

  • in der ersten Minute mit einem Glas Wasser,

 

 

  • in der zweiten Minute mit einem Eimer Wasser,

 

 

  • in der dritten Minute mit einer Tonne Wasser,

 

 

  • danach versucht man sein Bestes zu geben."

 

 

 

 

Die Organisation einer Löschaktion muß also die Entwicklungs- und die Ausbreitungsge-schwindigkeit des Feuer in Betracht ziehen. Um die Schnelligkeit des Eingreifens, welche dessen Folgesatz ist, zu garantieren, müssen die Leute, die in Kontakt mit dieser währenden Gefahr leben, in den Risiken und in den geeigneten Möglichkeiten dagegen anzugehen, geschult werden.