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Die Kriegsjahre 1914-1918

Unser Land wurde weitgehend von dem ersten Weltkrieg verschont, durchquerten doch die Deutschen Truppen ohne größeren Schaden anzurichten unser Land. Wirtschaftlich jedoch mußte unser Land mit seiner Bevölkerung den Gürtel enger schnallen. Ausfuhrmöglichkeiten gab es gesetzlich nur mit Deutschland. Fast alle landwirtschaftlichen Produkte wurden vom Staat im Interesse des nationalen Versorgungsdienstes der Bevölkerung beschlagnahmt. Den Ankauf von Schlachtvieh, der Sommerernte, und den anderen landwirtschaftlichen Produkten wurde von Personen ausgeführt die eigens vom Staat beauftragt waren. In der Gemeinde Frisingen war z.B. Herr Israel Moses aus Mondorf beauftragt mit dem Ankauf von Schlachtvieh. Die Sammelstellen für Einkauf von Landbutter war in Aspelt bei Maria Cosette und Peter Folmer; für den Einkauf anderer Produkte war Herr Nicolas Joachim-Scheltgen aus Bergem zuständig. In diesen Jahren machten sich auch Viehseuchen bemerkbar. Am 15.02.1915 und am 25.11.1919 waren die Maul- und Klauenseuche in Frisingen ausgebrochen. Während einer gewissen Zeit galten die von Seuchen heimgesuchten Ortschaften als Sperrgebiet für die Ausfuhr von Vieh. Am 09.02.1915 wurde in Frisingen eine Kasse für landwirtschaftliche und gewerbliche Kredite gegründet. Die Aufsicht dieser Kasse oblag der Verwaltung der Sparkasse.

Die tägliche Brot- und Mehlrationen wurden durch großherzoglichen Beschluß vom 06.07.1915 auf 240 gr Mehl und 300 gr Brot pro Haushaltsmitglied festgesetzt. Den Handelsmühlen wurde auch untersagt, Getreide zu vermahlen, außer man hatte eine spezielle Genehmigung. Bis kurz nach dem 2. Weltkrieg ließen die meisten Frisinger Betriebe ihr Getreide auf der Lehmühle oder Heinrichsmühle zwischen Aspelt und Altwies mahlen.