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Frisingen unter König Wilhelm I.

Nach der Niederlage Napoleons wurde, 1815 auf dem Wiener Kongreß, eine Neueinteilung in Europa vorgenommen. Luxemburg sollte ein selbständiger Staat sein. König Wilhelm I. der Niederlande wurde zugleich Großherzog von Luxemburg. Er hielt sich aber nicht an die Wiener Beschlüsse und führte Luxemburg als die 18. Provinz der Vereinigten Niederlande an. Er erhöhte sofort die Steuern und 1816 wurde in Frisingen das Büro der indirekten Steuern für Ein- und Ausfuhren für die Gemeinden Düdelingen, Esch/Alzette, Frisingen, Kayl, Bettemburg, Weiler-la-Tour, Roeser und Dalheim eröffnet.

Hier wurden auch die direkten Steuern für die Gemeinden Frisingen, Roeser und Weiler-la-Tour erhoben. Steuereinnehmer war Pierre Herman, der auch seinen Wohnsitz in Frisingen hatte.

Von 1800-1841 wurden Miliz und Steueramt im Kanton Hesperingen geführt, während die übrigen Ämter der Gemeinde Frisingen der Kompetenz des Kantons Bettemburg zugeordnet waren. 1841 bei der Neueinteilung der Kantone wurde unsere Gemeinde ganz dem Kanton Esch/Alzette einverleibt.

1843 hatten alle Männer das Recht zu wählen, wenn sie 10 Gulden zahlten.

1866 war eine der letzten Cholera Epidemien in unserem Land. Auch unsere Ortschaft wurde nicht von dieser grausamen Krankheit verschont und meistens verstarben Kinder aber auch einige Erwachsene an dieser Krankheit.

Im 18. Jahrhundert gab es noch 33 Klausen in unserem Land, auch Frisingen hatte eine solche, die sich unterhalb der Dorfkapelle von Evringen befand. 1781 wurde Paulus Mertz als Klauser geführt. Letzter Einsiedler war Joseph-Mathias Tintinger aus Fixheim oder Fixem. Er verstarb am 8.12.1812. Diese Männer lebten zurückgezogen, um ein Leben der Buße und des Opfers zu führen. Die Klausner unseres Landes unterstanden dem Erzbistum Trier.